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LOGOTHERAPIE UND EXISTENZANALYSE

NACH VIKTOR E. FRANKL  

Viktor E. Frankl hat bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, als junger Mann, seine „Sinnlehre gegen die Sinnleere“ entwickelt. Jahre später, nachdem er mehrere Konzentrationslager überlebt und fast seine gesamte Familie verloren hatte, festigte diese Erfahrung seine Überzeugung: Leben behält unter allen Umständen Sinn, selbst den schwierigsten. Sinn kann jedoch nicht von außen, auch nicht von einem Berater oder Therapeuten, gegeben, sondern muss individuell gefunden, manchmal errungen werden. Der psychologische Berater und die Logotherapie können diese Sinnsuche stützend begleiten und mögliche Wege aufzeigen.

Frankl hatte nämlich erkannt, dass das, was uns Menschen im Innersten vorwärts zieht, der Sinn ist. Wir wollen im Innersten ein erfülltes, ein sinn-erfülltes Leben leben, unseren einzigartigen, sinnvollen Beitrag in die Welt bringen. 

Im Gegensatz zu Siegmund Freuds Theorie sind wir nicht von Trieben gesteuert und im Gegensatz zu Alfred Adlers Hypothese motiviert uns nicht das Machtstreben, sondern unser freier „Wille zum Sinn“. Deshalb spricht Frankl auch von der Logotherapie – „logos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Sinn“. Und deshalb wird die Logotherapie auch häufig als die 3. Wiener Schule der Psychotherapie bezeichnet. Frankl selbst verstand sich als „Zwerg, der auf den Schultern von Riesen steht“ – und daher weiter sehen konnte. Aber das wäre ohne diese Riesen der Psychotherapie seiner Zeit, Freud und Adler, nicht möglich gewesen.

Die Logotherapie ist heute aktueller denn je: Immer mehr Menschen sehen in ihrem Leben keinen Sinn mehr, kommen mit dem Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft, mit den Anforderungen, die das Leben an jeden einzelnen von uns immer wieder stellt, nicht mehr klar und geraten in ein regelrechtes Sinnvakuum. Dazu tragen leider auch viele Ratgeber bei, die Ihnen versprechen, mit wenig Aufwand und in ein paar einfachen Schritten immerwährendes Glück finden zu können. Nicht selten stellen sich diese Rat-SCHLÄGE jedoch als gefährlicher Trugschluss heraus:  ein einfaches Rezept für einen ultimativen Lebenssinn, für ewiges Glück, gibt es nicht. 

Was es aber gibt, ist ein höchst individueller, situativer Sinn – und dieser kann gefunden werden, kann dem Leben abgewonnen werden. Dazu ist aber die von Frankl so bezeichnete „kopernikanische Wende“ erforderlich: Nicht wir sind diejenigen, die Forderungen an das Leben stellen, sondern umgekehrt: wir sind die vom Leben Befragten. Das Leben stellt uns Fragen und unsere einzigartige Lebensaufgabe ist es, sinnvolle Antworten zu finden und dem Leben sinnvolle Antworten zu geben, kurz: unser Leben zu ver-antworten. Ein psychologischer Berater, der fest auf dem Grund der Logotherapie steht, kann helfen, diesem situativen Sinn auf die Spur zu kommen. Er kann Sie im Sinne eines Geburtshelfers für den Sinn unterstützen: damit Ihre individuellen, ureigensten Antworten auf die Fragen, die Ihnen das Leben stellt, in die Welt kommen dürfen.

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„Sinn kann nicht gegeben, sondern muss gefunden werden.“
Viktor E. Frankl, Begründer der Logotherapie 
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