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Den Selbstwert stärken

Unser 9. Sinn-Abend in diesem Jahr stand ganz im Zeichen des Selbstwertes. Ein Thema, das die Menschen ganz offensichtlich bewegt und auch im tiefsten Winter zu uns nach Angerberg lockt. Wir sind mit unserem Seminarraum im Helmhof fast an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen, haben uns aber natürlich über die vielen TeilnehmerInnen und das große Interesse sehr gefreut.


Es gab wie üblich bei den Sinn-Abenden wieder viele Impulse aus der Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl.


Wir haben uns unterschiedliche Säulen, auf denen der Selbstwert steht, angeschaut, wie z.B. das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und auch die Selbstakzeptanz. Meine Kollegin Regina Egger und ich sind ausführlich darauf eingegangen, wie Menschen zu mehr Selbstbewusstsein gelangen können und haben dafür die Methoden vorgestellt, die wir in unserer Praxis anwenden: unter anderem das Zürcher Ressourcen Modell®, wertorientierte Traumdeutung, Wertimaginationen, das Enneagramm sowie die kreative Methode Soul Collage.


Auch über die weitverbreitete Selbstablehnung haben wir uns ausführlich ausgetauscht.


Im Zentrum des Abends stand - wie man auch an der Dekoration der Mitte erkennen kann - das Ja zu sich selbst. Es wurde ausführlich darüber gesprochen, wie dieses Ja aktiviert, belebt und gestärkt werden kann.


Wir haben uns in der Gruppe sehr intensiv über unsere Werte, Prägungen, über unsere Einzigartigkeit und über negative Glaubenssätze unterhalten. Dank der großen Gruppengröße gab es sehr lebhafte Diskussionen dazu, was uns sehr gefreut hat.


Am Ende haben wir uns noch spielerisch damit beschäftigt, welche Hüte wir im Alltag aufhaben. Sind das zu viele Hüte, die wir uns da manchmal aufsetzen? Sind es die passenden Hüte für die Situation in der wir gerade sind? Ist es möglich, den ein oder anderen Hut auch einmal abzulegen und durch einen anderen auszutauschen? Gibt es Hüte, in die wir erst hineinwachsen müssen? Das hat viel Freude bereitet und so wurden die TeilnehmerInnen inspiriert ins erste Adventswochenende entlassen.


Zum Abschluss konnte sich noch jeder Narzissenzwiebeln für den eigenen Garten mit nach Hause nehmen (wir hoffen auf das alljährliche Weihnachtstauwetter😉). Die Zwiebeln sollen symbolisieren, dass der Selbstwert nicht einfach im Internet bestellt oder bei einem einzigen Sinn-Abend erworben werden kann. Um den Selbstwert zu stärken braucht es die Bereitschaft etwas auszusäen, etwas zu pflanzen, es braucht Zeit für Wachstum, es braucht Pflege und Geduld bis die Samen aufgehen und die Zeit der Ernte kommt. Neu war diesmal auch, dass sich jeder noch eine Reflexionsfrage to go für die nächste Woche mit nach Hause nehmen konnte.


Wie üblich fanden auch nach dem offiziellen Ende noch Gespräche unter den TeilnehmerInnen statt. Es freut uns, dass die Sinn-Abende so auch zu einem Begegnungsort geworden sind. Manche TeilnehmerInnen kennen sich schon und freuen sich auf das Wiedersehen einmal im Monat und auf den Austausch während des Sinn-Abends und danach.


Heuer findet noch ein letzter Sinn-Abend statt und zwar am Donnerstag, den 28.12. um 19:00 Uhr zum Thema Der Sehnsucht in mir begegnen.




Harlad Niederl, Psychologischer Berater, Logotherapeut, Counselor
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